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Umbau der Riser-Karte

Die original Riser-Karte wurde um ein PCI und zwei ISA Slots erweitert, somit stehen jetzt drei PCI und zwei ISA Steckplätze zu Verfügung. 

Um das zu erreichen wurden von einem defekten Pentium II Board die benötigten Slots abgesägt, die Slots mit der original Riser verlötet und anschließend die beiden Karten miteinander verschraubt. Eine kleine Anleitung und Verdrahtungsplan findet ihr weiter unten.

Das ist keine Täuschung, das Halterungsblech ist wirklich schief gesägt. Es blieb nichts anderes übrig, sonst würde die Karte nicht reinpassen da Arbeitsspeichermodule im Weg sind. Ich hätte auch das obere PCI-Slot nehmen können, in dem Fall könnte ich aber den zweiten ISA-Steckplatz nicht verwenden. Ich warte auch noch auf ein BIOS-Update dann könnte ich möglicherweise den feien PCI-Steckplatz  auch noch verwenden.

 

Nach dem Umbau passte der original CPU- Kühlkörper wegen unterer Platine nicht mehr. Mehr Information findet ihr demnächst unter Kühlung.

Verdrahtungsplan und Beschreibung von PCI-Slot

Bevor ich anfange muss ich euch noch einmal drauf hinweisen, dass von mir keinerlei Verantwortung für die beim umbau entstandene Schäden übernommen wird. Ich habe mehrere Kurzschlüsse beim Umbau verursacht bei denen mein MT nicht mehr starten wollte, glücklicherweise haben die Kurzschlüsse keine Schäden hiterlassen.

Für die Verdrahtung habe ich mir Schaltdraht (Best-Nr.: 606065-77) von Conrad geholt. Die Beispielschaltpläne für 440BX Boards, die Datenblätter für 440BX Chipsatz und Celeron-Prozessor gibt es auf Intels  Homepage.

440BX Chipsatz unterstützt bis fünf PCI-Slots, die ersten zwei sind bei MT bekanntlich auf Riser-Karte zu finden, der dritte wird durch on Board LAN belegt, den vierten und fünften könnte man theoretisch für die Erweiterung benutzen, da aber vom Bios nur vier Slots unterstützt werden kommt für die Erweiterung nur der vierte in Frage. Weiterhin konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden wie man den fünften Slot an den Clock- Baustein anschisst, zwar unterstützt der auf dem Board verwendet ICS- Baustein fünf Slots, einer von den fünf Pins wird aber doppelt belegt. Möglicher weise kommt ja einer von euch drauf, Datenblatt von dem Baustein gibt es hier.

Verdrahtet werden die Slots bis auf die Pins CLK, REQ, GNT,  PRSNT1, PRSNT2, IRQA, IRQB, IRQC, IRQD, IDSEL und natürlich NC eins zu eins. Hier habe ich ein Schaltplan hiterlegt.

Die nachfolgenden Bilder zeigen an welchen Stellen ihr die Leitungen für CLK, REQ und GNT anschissen müsst.

 

CLK [B16]

REQ [B18] (erster PIN von rechts am RP7)

GNT [A17] (mittlerer am RP6)

IDSEL [A26] ein 100Ohm Wiederstand auf AD22 [A28]

INTA [A6] auf INTD [B8] von PCI1 an der original Riser
INTB [B7] auf INTA [A6] von PCI1 an der original Riser
INTC [A7] auf INTB [B7] von PCI1 an der original Riser
INTD [A8] auf INTC [A7] von PCI1 an der original Riser

Nach dem Schaltplan werden PRSNT1 [B9] und PRSNT2 [B11] über je ein 0,01yF Kondensator mit GND verbunden, aber auf der Riser wurden die wie es aussieht freigelassen, ich habe die auch frei gelassen.
Wenn ihr die Slots wie ich von einem alten Bord absägt sind alle GND untereinander bereits verbunden d.h. ihr müsst nur einen von den Pins mit einem GND-Pin auf Riser verbinden, das gilt auch für V5_0 aber nicht  unbedingt für V3_3 da 3,3V bei älteren Bords noch nicht gab. 

Beim verwenden von abgesägten Bord unbedingt drauf achten, dass es keine Verbindung zwischen abgesägten Leiterbahnen gibt. 

Falls jemand versuchen will auch den fünften Slot zum Laufen zu bringen, findet ihr hier en paar Informationen. Ich bin bereit eure Erkenntnisse hier zu veröffentlichen. 

REQ [B18] (R79)

GNT [A17] (RP11 zweiter PIN von Unten)

IDSEL [A26] ein 100Ohm Wiederstand auf AD23 [B27]

INTA [A6] auf INTA [A6] von PCI1 an der original Riser
INTB [B7] auf INTB [B7] von PCI1 an der original Riser
INTC [A7] auf INTC [A7] von PCI1 an der original Riser
INTD [A8] auf INTD [A8] von PCI1 an der original Riser
Hier noch meine Lösung für die Verbindung zum Bord

Und noch ein paar Bilder

Verdrahtungsplan und Beschreibung von ISA-Slot

Da ISA-Slots immer eins zu eins miteinander verbunden werden gestaltet sich die Verdrahtung relativ einfach. Man kann eine ISA-Kare direkt in den Steckplatz wo normalerweise die Riser-Karte einstecken, d.h. die obere Reihe von der Riser ist mit ISA-Signalen verbundwen.

Anlöten ist etwas aufwendig aber nicht unmöglich..

© Zwer2k 2003